Hypophysärer Zwergwuchs - Dwarfism (DW)

Was ist Hypophysärer Zwergwuchs?

Zwergwuchs ist eine schreckliche, unheilbare Störung die Du keinem Hund wünschen würdest. Ein Zwerg hat eine schlecht entwickelte Hypophyse, was bedeutet das bestimmte Hormone (wie z.B. Wachstumshormone) nicht produziert werden.

Durch die verminderte Produktion von TSH (Schilddrüsen-Stimulierendes-Hormon) haben sie eine Schilddrüsenunterfunktion. Neben der Tatsache das diese Hunde kleinwüchsig bleiben haben sie auch noch verschiedene schreckliche Nebensymptome ( z.B. Kahlheit, Juckreiz, Entzündungen, Funktionsstörungen von Leber und Nieren, verlangsamte Reaktionszeit) wenn sie nicht täglich mit Medikamenten versorgt werden.

Das Bild zeigt einen im Jahr 2013 geborenen Zwerg (Genotyp DW/DW)

TWH mit DW

Mit freundlicher Genehmigung von G. Jentzsch

Erkennung und Existenz von Zwergwuchs in einer Rasse

Zwergwuchs wird nicht immer durch den Züchter erkannt!!
Viele Zwerge sterben noch intrauterin oder während der Geburt. Und über 90% der lebend geborenen Zwerge sterben noch in der ersten Woche. Welpen die im Wachstum zurückliegen werden oft nicht als Zwerge erkannt. Nach (4 Wochen oder auch später) wird wahrgenommen dass ein Welpe sich anders als seine Wurfgeschwister entwickelt. Zwergwuchs ist bei den Rassen Deutscher Schäferhund, Karelischer Bärenhund, Saarlooswolfhund und Tschechoslowakischer Wolfshund bekannt.

Die Universität von Utrecht hat den Gentest auf Hypophysären Zwergwuchs für die Rasse Tschechoslowakischer Wolfshund validiert. Seit April 2009 ist es möglich einen TWH auf Hypophysären Zwergwuchs zu testen!

Es ist überhaupt kein Problem, wenn ein TWH Träger ist, denn solche Hunde erkranken nicht an hypophysärem Zwergwuchs. Mit Trägerhunden kann man auch problemlos züchten, man muss nur darauf achten, dass sie mit einem Nichtträger verpaart werden - dann werden keine Zwerge geboren.

Quelle: woldog health-info

Ebenso wie bei der DM werden drei Genotypen unterschieden:

Genotyp N/N

frei

Interpretation: Der untersuchte Hund ist reinerbig (homozygot) für das intakte Gen. Dieser Hund ist kein Träger der Mutation, welche als ursächlich für die Entstehung des Zwergenwuchses (pituitary dwarfism) beschrieben wurde. Das Tier wird nur das intakte Gen an seine Nachkommen weitergeben. Das Ergebnis gilt nur für das im Labor eingegangene Probenmaterial und für die Rassen Saarloos Wolfshund, Tschechoslowakischer Wolfshund und Deutscher Schäferhund.

Genotyp N/DW

Träger

Interpretation: Der untersuchte Hund ist heterozygot (mischerbig) für die Mutation, welche als ursächlich für die Entstehung des Zwergenwuchses (pituitary dwarfism) beschrieben wurde. Dieser Hund trägt eine Kopie des normalen Gens und eine Kopie des betroffenen Gens. Heterozygote Träger geben das betroffene Allel mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre Nachkommen weiter. Das Ergebnis gilt nur für das im Labor eingegangene Probenmaterial und für die Rassen Saarloos Wolfshund, Tschechoslowakischer Wolfshund und Deutscher Schäferhund.

Genotyp DW/DW

betroffen

Interpretation: Der untersuchte Hund ist homozygot für die Mutation, welche als ursächlich für die Entstehung des Zwergenwuchses (pituitary dwarfism) beschrieben wurde. Dieser Hund trägt 2 Kopien des betroffenen Gens. Homozygote Tiere geben das betroffene Allel mit einer Wahrscheinlichkeit von 100% an seine Nachkommen weiter. Das Ergebnis gilt nur für das im Labor eingegangene Probenmaterial und für die Rassen Saarloos Wolfshund, Tschechoslowakischer Wolfshund und Deutscher Schäferhund.

Quelle: Laboklin

Dieser Gentest ist bei den Tschechoslowakischen Wolfshunden leider keine Pflicht zur Zuchtzulassung.